Selbstverwaltete Demenz-WGs

Alt + Demenz = Pflegeheim? Das muss nicht sein!


Niemand möchte gerne ins Pflegeheim. Selbstverwaltete Demenz-Wohngemeinschaften (WG) sind eine gute Alternative. Sie bieten ein sicheres Zuhause, familiäre Strukturen und einen geregelten Tagesablauf. Gleichzeitig unterstützen sie die hier lebenden Menschen in ihrem Alltag, ihrer Selbstständigkeit und ihren Bedürfnissen. Die individuelle Pflege und die Betreuung von drei bis maximal 12 Personen in einer WG werden von einem gemeinschaftlich beauftragten, frei wählbaren Pflegedienst erbracht. Hierbei können die Leistungen gepoolt und so gemeinsam genutzt werden.

Die Angehörigen spielen eine wichtige Rolle in einer Demenz-WG. Sie gestalten den Alltag im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner und entscheiden gemeinsam über Pflege und Betreuung sowie über die hauswirtschaftliche Versorgung. Ihr kontinuierliches Engagement ist wesentlich für das gute Zusammenleben in der Gruppe.

Besonderes Einfühlungsvermögen, gute Nerven und viel Geduld brauchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflege- und Betreuungsdienstes in einer Demenz-WG. Sie sollen die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrer jeweiligen Welt wahrnehmen, respektieren und ihren Alltag begleiten. So können die Selbständigkeit und noch vorhandene Fähigkeiten der Bewohnerinnen bzw. Bewohner erhalten bleiben. Sie werden nur unterstützt, wo es notwendig ist. Entscheidungen sollen die Pflege- und Betreuungskräfte gemeinsam mit ihnen und nicht für sie treffen.